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Masterthesis

Seit dem Bologna-Prozess ist es in den meisten europäischen Ländern möglich, als zweiten Hochschulabschluss den sogenannten Master zu machen. Dieser folgt auf den Bachelor, aber vielleicht auch auf einen Magister- oder Diplom-Abschluss. Voraussetzung für den Erwerb des Masters ist eine sogenannte Master-Thesis - eine Arbeit, in der theoretische und praktische Bezüge miteinander auf sinnvolle Weise verknüpft werden sollen. Die Richtlinien für das Verfassen einer Master-Thesis sind nach Studiengang und -ort unterschiedlich, Auskunft gibt das jeweils zuständige Prüfungsbüro. Allgemein kann man auf jeden Fall sagen, dass in der Master-Thesis eine Theorie oder Idee vorgestellt und mit den Ergebnissen eines vom Aspiranten (vielleicht in Zusammenarbeit mit anderen Anwärtern) durchgeführten Projektes abgeglichen wird. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass das Projekt erfolgreich verlaufen ist - ein gescheitertes oder unfertiges Projekt ist eine denkbar schlechte Voraussetzung für das Abgeben der Master-Thesis. 

Folglich führt man für gewöhnlich erst sein Projekt durch und konzipiert seine Master-Thesis, ehe man mit der eigentlichen Ausarbeitung beginnt. Diese Verbindung von Theorie und Praxis ist es, die die Master-Thesis von anderen zweiten Abschlüssen, wie sie früher üblich waren, unterscheidet. Für Magister- oder Diplomstudiengangsabsolventen dürfte der theoretische Teil der Master-Thesis kein Problem darstellen, da sie aus ihrem Studium wissenschaftliches Arbeiten gewohnt sind. Für Bachelor-Absolventen ist dies häufig das größere Problem. Normalerweise steht dem Aspiranten jedoch ein Betreuer (oder auch mehrere) zur Seite, der ihm Hilfestellungen gibt während des Prozesses der Fertigstellung. Zu guter Letzt bleibt dann, wenn der Student es wünscht, noch die Veröffentlichung der Master-Thesis in einem geeigneten Verlag - ganz ähnlich wie Weiland bei den Doktorarbeiten.

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