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MASTER-STUDIUM AN PRIVAT-HOCHSCHULE: EIN INTERVIEW „Endlich kann ich mich aufs Wesentliche konzentrieren – mein Studium!“

Bildungsweb besucht die EINSTIEG 2010 in Hamburg – Messe für Berufsausbildung- und Studium. Am Stand der Frankfurt School of Finance & Management treffen wir Katharina. Nach ihrem Bachelorabschluss an einer staatlichen Uni macht Katharina nun ihren Master an dieser privaten Hochschule. Wir fragen sie, warum sie sich für diesen Masterstudiengang entschieden hat, ob sich die Investition der hohen Studiengebühren lohnt und welche Unterschiede sie im Vergleich zu einem Studium an einer staatlichen Hochschule feststellt.

Bildungsweb: Mit Hosenanzug und Namensschild stehst du hier am Messestand der Frankfurt School of Finance and Management – was machst du hier?

Katharina:  Ich bin hier als Ambassador und unterstütze die Uni bei ihrem Messeauftritt. Wir Studenten sind bei solchen Veranstaltungen eigentlich immer dabei um Fragen aus unserer Sicht zu beantworten. Interessenten können uns ganz andere Fragen stellen als den Dozenten, denn unter Gleichaltrigen lässt es sich ganz anders reden.  

Was genau studierst du an der Frankfurt School und wie bist du dazu gekommen?

Ich mache gerade meinen Master of Arts in International Business. In dem zweijährigen Programm geht es unter anderem darum, ein Verständnis für die Wirtschaft auf internationaler Ebene zu bekommen, sich Managementeigenschaften anzueignen und global denken und handeln zu können. Bevor ich an die Frankfurt School kam, habe ich in Gießen meinen Bachelor of Arts in Social Sciences gemacht, also Politik und Soziologie studiert. Das Studium hat mir durchaus Spaß gemacht, aber für mich war irgendwie klar, dass ich für meinen Master mehr wollte.  Naja, bei der Suche nach dem geeigneten Studium bin ich dann auf dieses Programm gestoßen.

Du hast dich mit der Frankfurt School of Finance and Management für eine private Hochschule entschieden – warum?

Um ehrlich zu sein, war ich es satt, allem und jedem hinterherzulaufen. An der staatlichen Uni habe ich bestimmt die Hälfte meiner Zeit dafür aufgewendet,Organisatorisches zu erledigen und das wollte ich auf keinen Fall mehr. Wer auf einer staatlichen Uni studiert wird wissen, wovon ich rede. Informationen muss man sich häufig auf Umwegen selbst beschaffen, Dozenten haben einmal die Woche eine Stunde lang eine völlig überfüllte Sprechzeit, häufig fühlt sich niemand für aufkommende Probleme verantwortlich und Vorlesungen sowie Seminare sind oftmals überfüllt. 

Nachdem ich mir dann das Master-Programm der Frankfurt School angesehen hatte und das Profil der Hochschule selbst, war mir relativ schnell klar, dass ich diese Probleme dort nicht haben werde. Die Schule ist im Gegensatz zu der Uni Gießen relativ klein und das Verhältnis zwischen Dozenten und Studierenden ist auch ein wesentlich besseres. Und seien wir mal ehrlich, wenn ich einen derartigen Betrag an eine Uni bezahle, dann gehe ich auch davon aus, dass ich eine entsprechende Leistung erwarten kann.

Aber mal Hand auf’s Herz: der Studiengang kostet an die 7000 Euro im Semester – hat dich das nicht abgeschreckt und wie finanzierst du das?

Natürlich hat mich das am Anfang abgeschreckt, 28 000 Euro ist viel Geld. Mir hat das Programm aber wirklich zugesagt, also habe ich  angefangen, mir darüber Gedanken zu machen, welche finanziellen Lösungen es gibt.  Nach vielen Gesprächen mit Freunden und meiner Familie habe ich mich dazu entschlossen, einen Studienkredit bei einer Bank aufzunehmen. So kann ich die Studiengebühren finanzieren und habe nach dem Studium 10 Jahre Zeit, das Geld zurückzuzahlen. Meine Eltern finanzieren weiterhin meinen Lebensunterhalt, wofür ich auch sehr dankbar bin.          Ich muss wirklich sagen, dass der hohe Betrag sicherlich abschreckend ist am Anfang, aber ich sehe es für mich als eine wichtige Investition in meine Bildung an und bin mir ganz sicher, dass sich das in ein paar Jahren ausbezahlen wird. 

Ein Semester Privat-Uni liegt jetzt hinter dir. Und? Was fällt dir im Vergleich zur staatlichen Uni am meisten auf?

Mir ist vor allem aufgefallen, dass ich wesentlich besser und konzentrierter lernen kann. Die ganze Atmosphäre an der Frankfurt School gefällt mir unglaublich gut. Einige Male hatte ich bereits Fragen an Dozenten oder brauchte wichtige Informationen und mir wurde immer sofort geholfen. An der Uni gibt es eine so genannte Open door policy, welche einem das Alltägliche wirklich erleichtert. Zudem ist auch die Arbeitsatmosphäre in den Vorlesungen eine ganz andere und die allgemeine Motivation, nach den Vorlesungen zu lernen, ist auch wesentlich besser. 

Dadurch, dass wir auch nur eine relativ kleine Klasse sind, kennt man sich untereinander ganz gut, hilft und unterstützt sich. Jeder ist einfach da, weil er wirklich etwas lernen und erreichen will und das macht es für alle wirklich angenehm. Weitere Vorzüge, die ich im Vergleich zu meiner alten Uni verstellen konnte, sind unter andrem die besseren Lernbedingungen in der Bibliothek und das bessere Essen in der Mensa. Auch wenn es etwas teurer ist, es schmeckt doch einfach besser.  

Klingt so, als investiert man mit den Studiengebühren in bessere Studienbedingungen – wäre das dein Fazit?

Ja, absolut. Meinem Empfinden nach ist die Betreuung von uns Studenten 100-mal besser als auf der staatlichen Uni. Die Dozenten sind alle motiviert und ich hatte noch nicht das Gefühl, als wenn Sie die Vorlesung zum 50-mal halten und sowieso nur noch alles runter rattern. Das ganze Organisatorische, was mich in Gießen soviel Zeit gekostet hat, wird mir an der Frankfurt School  ich würde sagen zu 80% abgenommen. Das Programm ist zwar anspruchsvoll aber durch die guten Bedingungen und die anderen motivierten Studenten ist es wirklich machbar. 

Und um den Kritikern die sagen, man investiere nicht in die Bedingungen, sondern kaufe sich seine Noten, mal zuvor zu kommen: Nein, dem ist nicht so! Man kann genauso durch Klausuren fallen oder nicht so gute Noten haben – ich spreche da aus Erfahrung ;-) 

Private Hochschulen argumentieren oft damit, dass sich die Investition in ein kostenintensives Studienprogramm im späteren Berufsleben (auch monetär) auszahlt – glaubst du daran?

Aber natürlich, das ist mit einer der Gründe, warum ich meinen Master an der Frankfurt School mache – mein Kredit muss ja auch irgendwann zurückgezahlt werden. Da zum einen die Ausbildung und der Ruf der Schule sehr gut sind, gehe ich davon aus, dass es allgemein leichter sein wird, nach dem Studium einen Job zu finden. Außerdem ist die Betreuung innerhalb der Schule sehr gut. Wir haben ein Career Center, welches uns hilft, Praktika zu finden und später eventuell auch einen Berufseinstieg. 

Daneben hat die Schule auch ein recht großes Netzwerk von Unternehmen, die mit der Schule kooperieren  und ein ausgedehntes Alumni-Netwerk, welches wir nutzen können. Ich hatte dazu nun auch noch das Glück, dass mir ein Mentor zur Seite gestellt wurde. Er selbst hat an der Frankfurt School seinen Abschluss gemacht und steht nun im Berufsleben. Auch der Mentor kann später eine Hilfe sein, ins Berufsleben einzusteigen. 

28.04.10