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Asta

Der Asta (Abkürzung für Allgemeiner Studierendenausschuss) ist eine Körperschaft der Universität, der alle Studenten qua Immatrikulation angehören. Dies ist zutreffend für die meisten Unis in Deutschland, es gibt inzwischen aber Ausnahmen bei einzelnen Bundesländern, bei denen zwar ein Asta existiert, dieser aber auf Basis der freiwilligen Mitgliedschaft von Studenten aufgebaut ist. 
 
 Den Asta als Körperschaft gibt es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Damals wollten die politischen Verantwortlichen den Einfluss der nationalsozialitischen Lehre auf die Studenten durch eine demokratische Körperschaft, Asta, überwinden. Innerhalb der 1950er-Jahre dominierten Studentenverbindungen und der eher rechts verordnete Ring Christlisch Demokratischer Studenten (eine Untergliederung des CDU/CSU) den Asta in den meisten Unis. Die Wahlen zum Asta waren jährlich und wurden zunehmend von den politischen Kämpfen der Bundesrepublik eingefärbt. In den 60er-Jahren gewannen dann linke Organisationen zunehmend Einfluss auf den Asta. Hier ist vor allen auf den Sozialistischen Deutschen Studentenverbund (SDS) hinzuweisen, der besonders an der Berliner FU dominierend wurde. 
 
 1967/1968 kam es dann zur sogenannten Studentenbewegung oder Studentenrevolte, als nach einem Shah-Besuch in West-Berlin Benno Ohnesorg erschossen wurde und ein Jahr später dort ein Attentat auf den SDS-Führer Rudi Dutschke verübt wurde. Der Asta an vielen Hochschulen wurde vom SDS übernommen und die Studenten entwickelten sich stark nach links. 
 
 In den 1970er-Jahren standen dann die Linken (die sich zunehmend ausdifferenzierten) unter starken Druck rechter Studentenverbände wie dem RCDS, der das sogenannte politische Mandat des Asta abschaffen wollten. In einzelnen Asten wie in Bonn kam der RCDS auch wieder auf eine Mehrheit. Allerdings übernahmen in den 1990er-Jahren die grünen und linken Studentenverbände wieder den Allgemeinen Studierendenausschuss an fast allen Hochschulen.

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